Shanghai, Tag 2

Der Chinese baut gerne. Wenn er klein ist und Sand in seine Reisschüssel schaufelt, reinpinkelt und seine Essstäbchen aus Protest reinsteckt stellt er fest, den Bambusbeton erfunden zu haben. Wenn es ihm gefällt, bleibt er beim Bauen.

Shanghai ist eine Dauerbaustelle. Mitten in Downtown wird gebaut wie verrückt. Ist man fertig, wartet man 10 Jahre, stellt fest, das es veraltet ist, reisst es ab und baut neu. Ist man dann fertig, stellt man noch eine Hochstrasse drüber, weil sich der Strassenverkehr gerade mal wieder verdoppelt hat.

Die neueste Errungenschaft chinesischer Baukunst ist mit knapp 500m Höhe das Shanghai World Financial Center, ein umwerfender toll aussehender Wolkenkratzer, den nur ein bierabhängiger Verrückter designen konnte: Der oberste Teil sieht aus wie ein riesiger Flaschenöffner, groß genug, um mit einem Sportflugzeug bequem durchfliegen zu können. Macht aber sicher keiner, weil er sonst seine Essstäbchen für immer abgeben darf.

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Daneben steht, nur unwesentlich kleiner, der Jing Mao Tower, der das Shanghai Hyatt Hotel beherbergt.

Noch ist das SWFC das höchste Hochhaus der Stadt, aber das ändert sich mittelfristig, denn nebenan wird gerade der Shanghai Tower gebaut, der auf dem Bilder das SWFC noch um einiges überragt. Clou daran: Er sieht so aus, als ob er sich noch oben schrauben würde, die Kanten verdrehen sich nach oben hin gegen den Uhrzeigersinn. Sieht genial aus. Bis zum zweiten Stock sind sie schon gekommen.

Man merkt, heute stand Sightseeing auf dem Abendplan. Mit dem Taxi gings es vom Hotel zum TV Tower, dort mit dem Aufzug auf 263m Höhe in die zweite Kugel:

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Die Aussicht von da oben ist umwerfend, auch im Dunkeln.

Danach zu Fuss zum Fluss und nach einem Abendessen gegenüber vom Bund, der Flaniermeile, auf der noch viele alte Gebäude stehen:

shanghai_bund

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Dann weiter zum SWFC und dann zurück zum Holiday Inn. Das Shanghai World Financial Center wurde auch kurzfristig von innen besichtigt, zumindest das Herren-WC im ersten Stock. Im Erdgschoss stehen vier Mann Security, man muss durch einen Metalldetektor (im TV Tower übrigens auch), aber sie lassen einen ohne Rückfragen rein. Also sind wir kurz zum Pinkeln rein und wieder raus.

(Alle Bilder sind Vorschaubilder, anklicken für die größere Version)

1 Kommentar

  1. Jörg on April 21st, 2009

    Schön, dass Du die heutige Autofahrt überlebt hast.

Jetzt Du: